Bei folgenden Problemen ist eine Paarberatung sinnvoll

Vielen Paaren fällt der Schritt in die Paarberatung schwer, weil das zu beweisen scheint, dass etwas in der Beziehung nicht stimmt. Oft wird diese Chance daher erst dann ergriffen, wenn die Beziehung zu scheitern droht, und das Paar keinen anderen Weg mehr sieht. Tatsächlich kann eine Paarberatung aber auch in grundsätzlich intakten Beziehungen hilfreich sein. Beispielsweise, wenn Themen immer wieder auftauchen und nicht ganz geklärt werden können. Je länger die Konflikte andauern, desto schwieriger ist es oft, diese Muster zu durchbrechen.

Eine Paarberatung ist besonders dann wichtig, wenn sich die Konflikte negativ auf den Lebensalltag und die psychische Gesundheit der Partner auswirken. In dem Fall kann die Paarberatung der Weg aus einem Teufelskreis sein, den die Beteiligten alleine nicht durchbrechen können.

Ziel einer Paarberatung ist nicht, die Beziehung um jeden Preis zu retten. Es geht vielmehr darum, die unterschiedlichen Standpunkte, Bedürfnisse und Lebensziele zu klären. 

 

Was muss ich nach einer Paarberatung beachten?

Eine Paarberatung bewirkt keine Wunder. Selbst eine sehr gute Beratung kann nichts verändern, wenn das Paar nicht bereit ist, dafür zu arbeiten. Sie sollten sich daher darauf einstellen, dass Veränderungen in Ihrer Paarbeziehung einiges an Zeit und Mühe brauchen.

Durch die Paarberatung verändert sich die Dynamik Ihrer Beziehung und Sie müssen sich diesen neuen Herausforderungen stellen. Neue Wege zu gehen, kostet vor allem zu Beginn etwas Mut. 

Wie lange eine Paarberatung dauert, bestimmt das Paar maßgeblich mit. Manchmal haben sich die Probleme bereits nach wenigen Sitzungen deutlich gebessert. Dennoch kann es sinnvoll sein, noch einige Beratungsstunden anzuhängen, damit man nicht gleich wieder in alte Muster zurückfällt.

Wenn nach einigen Wochen oder Monaten doch wieder Schwierigkeiten auftreten, reicht eventuell ein weiterer Beratungstermin aus, um die Situation zu bewältigen. In jedem Fall sollten Sie nicht davor zurückscheuen, sich Hilfe erneut zu holen. Es ist vollkommen normal, dass in Beziehungen immer wieder schwierige Situationen auftauchen, bei denen eine Paarberatung sinnvoll sein kann. 

 


Paarberatung: Alleine oder gemeinsam?

Bei einer Paarberatung müssen nicht zwangsläufig immer beide Partner anwesend sein. Der Vorteil einer gemeinsamen Paarberatung besteht jedoch darin, dass ich beide Sichtweisen kennenlerne. Zudem kann das Paar gleich in der Beratung einen anderen Umgang miteinander ausprobieren.

Manchmal gibt es jedoch Themen, die man nicht vor dem anderen Partner besprechen möchte. 

Ein häufiges Konfliktthema ist zum Beispiel Sexualität. Vielen fällt es schwer, dem Partner die eigenen sexuellen Bedürfnisse und Vorstellungen zum Sex mitzuteilen. 

Noch heikler wird es, wenn ein Partner sich trennen will, aber sich nicht traut, das anzusprechen. 

Für solche sensiblen Themen ist es mitunter sinnvoll, Einzelsitzungen mit beiden Personen zu vereinbaren.

Falls der andere Partner nicht bereit ist, an der Paarbeziehung zu arbeiten, kann ebenfalls Einzelberatung hilfreich sein. Günstiger ist es dennoch, wenn beide in den Beratungsprozess involviert sind. Es ist dann auch möglich, dass der andere Partner im Verlauf der Beratung einige Male zu den Sitzungen hinzukommt.

 

Welche Risiken birgt eine Paarberatung?

Oft suchen Paare Hilfe in der Beratung, wenn sie in der Beziehung nicht mehr vorankommen und sie sich immer wieder im Kreis drehen. Auch wenn das Paar diesen Kreislauf durchbrechen möchte und Veränderungen ersehnt, fallen diese Veränderungen nicht immer in der gewünschten Richtung aus. 
Eine Paarberatung kann auch darauf hinauslaufen, dass einer oder beide die Beziehung beenden wollen.

In der Paarberatung können zudem sehr schmerzhafte Themen auftreten.